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Newsletter 1/2010
Aufbauend und lehrreich

Training
Für viele Seglerinnen und Segler war die Saison 2010 aufgrund des schlechten Wetters nicht so richtig gut angelaufen, da hatten unsere Junioren bereits mächtig Wasserstunden auf der Uhr.
Die beiden Regionaltraining-Wochenenden im März, vom Altnauer Segelclub hervorragend organisiert, wurden von jeweils ca. 30 Junioren und 10 Leitern besucht. Thematisch im Vordergrund stand dieses Jahr die Ausbildung der Wettfahrtregeln durch den regionalen Ausbildungsverantwortlichen Felix Somm und die Zusammenarbeit mit dem
Projekt „Sailability“, (Segeln für Menschen mit besonderen Bedürfnissen). Jugendliche mit unterschiedlichen Behinderungen segelten in ihren Access Jollen mitten im Feld der Optis und Laser.
Ein tolles Bild und eine lehrreiche sowie aufbauende Erfahrung für alle Beteiligten. Wir werden versuchen, diese Zusammenarbeit weiter zu fördern und auszubauen. Gute Windverhältnisse erlaubten ein stufengerechtes
Training und mehrere schöne Regatten. Ronald Bundermann, unser Regionaltrainer, konnte einige neue Talente ausmachen und anschliessend sein Regionalkader zusammenstellen.
U.-P. Rutishauser
Segeln - eine Bereicherung in allen Lebenslagen
Sailability.ch, gegründet im Jahr 2006 ist ein Verein, der sich zum Ziel gemacht hat, das Leben von Menschen mit besonderen Bedürfnissen durch das Segeln zu bereichern.
Neben den regelmässig stattfindenden Mittwochstrainings und den monatlichen Clubwochenenden gehören die Sommersegellager zum Saisonhöhepunkt.
Mehr Infos unter: www.sailability.ch
Wer ist im Regionalkader 2010?
Vier Opti-, drei Laser- und vier 420er-Segler umfasst das Regionalkader der Saison 2010. Die 420er Crew René Ott und Stephan Amman mussten altershalber aus dem Regionalkader austreten, segeln aber heute noch aktiv, jetzt im 470er. Felix Rüegg ist direkt vom Optikader ins 420er Kader rübergewechselt und segelt nun zusammen mit Nicolas Stadler. Durch Alter, Schule und Berufsausbildung bedingte Wechsel fordern sowohl die Projektleiter, Trainer und Eltern zu grosser Flexibilität, zumal die schulischen Neuausrichtungen mit dem Schuljahrwechsel im August exakt mitten in der Segelsaison und somit auch mitten in den Selektionen liegen.
Im Optikader können wir für diese Saison einen Neuzuwachs verzeichnen: Basil Hanhart vom Altnauer Segelclub. Basil hat sich an den letzten beiden Regionaltrainings für das Kader empfohlen und versucht nun in der Schweizer Punktemeisterschaft nach vorne zu fahren – kein leichtes
Unterfangen! Das Regionalkader wird von unserem Segeltrainer Ronald Bundermann klassenweise einmal pro Woche trainiert und gesamthaft an rund 18 Regatten gecoacht. Da sich mehrere wichtige Regatten überschneiden, wird das Laserkader, wie letztes Jahr, an vier Regatten durch Tim Kirchoff begleitet. Somit kommt jede Klasse in den Genuss von mindestens sieben gecoachten Regatten und jedes Kadermitglied auf über 40 Wassertage. Nach wie vor klappt die Zusammenarbeit mit dem Regionalkader der Region 5 (Zürich) sehr gut. So werden die beiden Regionalkader bei mehreren Regatten und Trainings gemeinsam trainiert. Dies schont unsere Trainerressourcen und erhöht die Transportkapazitäten.

swiss sailing team bodensee - Regionalkader 2010
Das Regionalkader 2010:
- Julian Flessati (SCR, 420er)
- Philip Schläpfer (SYC,Laser)
- Ronald Bundermann (Regionaltrainer SSTB)
- Basil Hanhart (ASC, Opti)
- Sybilla Merian (SCR, Laser)
- Lea Rüegg (YCA, Opti)
- Andrin Theus (YCK, Laser)
- Urban Willi (ASC, Opti)
- Tobias Rüdlinger (SCR, 420er)
- Jonathan Rutishauser (YCK, Opti)
- Felix Rüegg (YCA, 420er)
- Es fehlt: Nicolas Stadler (YCA, 420er).

swiss sailing team bodensee - Programm
Viele Erfahrungen gesammelt
Young Europeans Sailing (YES) - dieser Name (ehemals Goldener Pfingstbusch) steht für die grösste Nachwuchssegelveranstaltung in Europa.

Andrin Theus, Laser
Nach einer zwölfstündigen Fahrt kamen Cyrill und ich erschöpft in Kiel an.
Nachdem wir die Boote abgeladen und aufgeriggt hatten, gingen wir auf die Suche nach unserem Trainer Tim Kirchhoff, da wir vor hatten, noch am Ankunftstag ein paar Runden auf der Kielerförde zu drehen. In der Fachsprache heisst das „Angewöhnung an das neue Segelrevier“.
Nach kurzer Zeit fanden wir ihn und besprachen die weiteren Schritte. Nach
drei Stunden auf dem Wasser bei ca. 4-5 Windstärken beendeten wir den Anreisetag. Am Dienstag mussten wir dann schon um 6.45 Uhr aus den Federn, da wir bereits um 7 Uhr Frühsport auf dem Programm hatten. Nach einer Stunde ging es dann zum Frühstück. Bis dahin ging es unseren Mägen noch einigermassen gut, doch wie es sich herausstellte, hatten wir am Vorabend wohl etwas Schlechtes gegessen und somit mussten wir eine Morgeneinheit pausieren.
Trotz Magenverstimmungen flitzten wir dann schon am Nachmittag wieder
auf der Ostsee herum. Am Mittwoch hatte es genau so schönen Wind wie am Dienstag, bei 5-6 Windstärken wurde von uns alles abverlangt. Wir beide segelten mit dem Laser Radial mit einer Segelfläche von 5.71 Quadratmeter. Da merkte ich, dass ich mit meinen 50 Kilos am Anschlag war und deshalb liess ich mir nach Absprache mit Tim noch das 4.7 Rigg schicken. So konnte ich noch zwei Tage vor dem Wettkampf mit dem 4.7 Rigg segeln, aber leider waren bei diesen zwei Tagen nur Leichtwind
angesagt. Trotzdem gingen wir voll motiviert am Samstag in den
Wettkampf. Leider wurde wegen mangelnder Winde und zu dichtem Nebel keine Wettfahrt gesegelt. Dies war auch vernünftig, denn als wir auf dem Wasser waren, konnte man keine 200 Meter weit sehen. Ohne Kompass und Begleitboote wären wir nicht mehr alle ans Land gekommen.
Nachdem am Sonntag dann ein schöner Wind wehte, konnten wir vier wunderbare Wettfahrten segeln. Ich beendete den Segeltag auf dem 6. Zwischenrang. Dafür, dass mir beim Unterliek der Strecker gerissen war, finde ich das Resultat ausgezeichnet. Am Montag konnte ich noch einen 2. Rang ersegeln und rutschte im Gesamtklassement auf den 4. Schlussrang. Ich verpasste den 2. Schlussrang um zwei Punkte und den dritten Schlussrang sogar nur um einen Punkt. Fazit: ich konnte viele Wasserstunden pauken und viele Erfahrungen sammeln. So bin ich froh, dass ich diese erstklassige Regatta einer PM in Stäfa, die zur gleichen Zeit stattgefunden hat, vorgezogen habe.
Andrin Theus, Laser
Gala-Abend des Regionalverbandes
29. Oktober 2010, ein Datum das man sich merken sollte! An
diesem Datum finden in Romanshorn auf der MS „Thurgau“ folgende Anlässe statt:
-
18.00 Uhr Generalversammlung des Swiss Sailing Regionalverbandes
Bodensee/Rhein (Präsidenten der Vereine) - 19.30 Uhr Apéro
- 20.00 Uhr Nachtessen und Verleihung verschiedener Awards
Zum Gala-Abend ab 1930 Uhr erhoffen wir die Teilnahme von unseren Sponsoren, Supportern Welle 6, und vielen Mitgliedern des Regionalverbandes. Mit dieser Veranstaltung möchte der Regionalverband allen danken, die zum erfolgreichen Projekt Swiss Sailing Team Bodensee beigetragen haben. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und hoffen, dass Sie und Ihre Partnerin sich diesen Abend für uns freihalten können. Die diesbezüglichen Informationen erhalten Sie rechtzeitig.
Der Vorstand des Swiss Sailing Regionalverband Bodensee/ Rhein wünscht allen Lesern dieses Newsletters nach dem unwirtlichen Saisonstart auf dem See einen schönen Sommer.
Swiss Sailing, Regionalverband Bodensee/Rhein, der Vorstand
Zusammen stark
Hoi liebe Seglerinnen und Segler und natürlich Grüezi liebe Eltern! Hier ein Paar Gedanken von mir zum Thema „Regionalkader“.
Zunächst einmal: Wer bei uns in das Kader will, muss noch nicht perfekt segeln können. Denn dafür kommt ihr ja zu uns ins Training. Viel wichtiger ist mir, dass der Spass am Segeln euch zu uns bringt. Wenn ihr Teamgeist, das Zusammensein mit Gleichgesinnten, Reisen und die Idee, sich mit anderen im fairen Wettkampf zu messen, mögt, dann kommt zu uns.
Wer einmal entdeckt hat, wie viel Spass es macht, mit anderen um die Tonnen zu segeln, der will das immer wieder erleben. Anfang April zum Beispiel waren wir in Riva del Garda. 780 Optis sind an den Start gegangen, das war absolut beeindruckend. Lea, Jonathan und Urban waren dabei, fragt sie mal danach. Aber damit es richtig Spass macht, müssen auch andere Segler da sein, mit denen ihr euch messen könnt. Je mehr sich zusammenfinden, um miteinander zu segeln, umso lustiger wird es.
Dabei spielt die Bootsklasse erst einmal keine Rolle. Natürlich gehört auch ein wenig Wissen über das „Sportgerät“ Segelboot dazu, welches ich euch gerne näher bringen werde. Wer fragt, führt und so bitte ich euch, fragt einfach! Warum segelt überhaupt ein Schiff oder warum segelt das Boot neben mir schneller. Lasst uns Theorie und Praxis miteinander verbinden, eure Stärken ausbauen und während dann eure Mitsegler noch unschlüssig den Wind beobachten, zieht ihr bereits mit eurem Boot furchtlos an ihnen vorbei, denn ihr könnt dann bei fast jedem Wetter segeln und das macht euch stolz. Es wird sicher nicht lange dauern, bis sich eure Eltern dann die Tipps bei euch holen.
Segeln ist ein Sport, bei dem man mit der Natur spielt, er ist nie gleich und man wird immer etwas Neues entdecken. Wenn das Wasser in der Sonne glitzert und der Wind zu spüren ist, dann ist das fast ein perfekter Tag und ganz sicher immer ein unvergessliches Erlebnis.
Jugend-Segeltrainer, Ronald Bundermann
Eine Schule für’s Leben

Ralph Nater
Es mag pathetisch klingen, doch Segeln ist eine Schule fürs Leben!
Die unterschiedlichen Situationen an Deck lassen sich oft eins zu eins in den Alltag übertragen. Ob man lustlos dahindümpelt, entnervt nach einer Windböe Ausschau hält oder adrenalingepeitscht seine Widersacher auszumanövrieren versucht, ähnliche Szenen finden sich auch im täglichen Berufsleben.
Die Fähigkeit, eine Lage sekundenschnell zu analysieren und entsprechende Aktionen abzurufen, wird auf einem Segelschiff geschult – eine Fähigkeit, die mir in meiner Eigenschaft als Geschäftsführer der Nater Gruppe schon oft zu Gute kam. Wer als junger Mensch lernt, in einem Team optimal zu funktionieren, Verantwortung zu übernehmen und in kritischen Situationen Ruhe zu bewahren, weiss diese Eigenschaften auch im beruflichen (und privaten) Alltag einzusetzen.
Seit Jahren unterstützt die Nater Gruppe die Nachwuchsförderung im Segelsport. Eine Aufgabe, die mir als Skipper und Geschäftsführer viel bedeutet. Besonders, wenn ich dem Enthusiasmus, dem Ehrgeiz und den kompetenten Leistungen jugendlicher Segler und Seglerinnen begegne und ihre Freude und Begeisterung teilen kann. Dass wir uns auch innerhalb der Nater Gruppe der Nachwuchsförderung verpflichtet fühlen, beweist die Tatsache, dass wir an unseren Standorten beinahe zwanzig Ausbildungsplätze für verschiedene fahrzeugbezogene Berufe anbieten. Sport hilft Jugendlichen, sich und ihre Fähigkeiten zu entdecken. Der Charakter wird gefestigt und
auf kommende Herausforderungen vorbereitet. Ob als kompetitive Weiterführung meiner beruflichen Herausforderungen oder als Entspannung und Erholung, Segeln ist einzigartig. Die Auseinandersetzung mit der Natur und ihren Elementen bietet Momente purer Freude und nervenzerreissender Anspannung. Seit zwanzig Jahren ist die Nater Gruppe mit Erfolg unterwegs. Als Spezialistin für Transport, Logistik, Industrie und Gewerbe hat sich das Unternehmen seit seiner Gründung 1989 einen guten Ruf erarbeitet und sich als grösste IVECO-Vertretung der Ostschweiz etabliert.
Zum zwanzigsten Geburtstag hat sich die Nater Gruppe ein neues Leitbild zugelegt. Wen wunderts, dass wir uns eines Begriffes bedienen, der auch im Segelsport von zentraler Bedeutung ist. Ihr Rückenwind, so lautet unsere neue Devise, die auf den Grundwerten, Vertrauen, Fair Play, Teamgeist, Leistung und Verantwortung basiert. Werte die auch jedem Segler, jeder Seglerin bekannt sind. Und auch im Geschäftsleben gilt: Wir sind der sanfte Wind im Rücken unserer Kunden der sie leichter und schneller an ihr Ziel bringt!
Impressum:
Newsletter Swiss Sailing Team Bodensee, Jugendförderung des Regionalverbandes Bodensee/Rhein & Swiss Sailing.
Redaktion: Claudia Somm (csomm@bluewin.ch)
Mehr Infos unter: www.sstb.ch / Kontakt: Ruedi Schellenberg